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Was sollten Sie beim Druckerkauf beachten

1. Multitalent: Multifunktionsgerät (MFG)

Drucken, scannen, kopieren und manchmal auch noch faxen: Das sind die Talente eines Multifunktionsgerätes und im Vergleich zum Kauf aller der Funktionalitäten separat spart es auch noch Platz auf dem Schreibtisch. Zudem schont ein Multifunktionsgerät bei den Anschaffungskosten und beim Stromverbrauch im Vergleich zu den jeweiligen Einzelgeräten den Geldbeutel. Ob Private Kunden oder Geschäftskunden: Ein All-in-one-Drucker ist hierfür oft ideale Lösung.

2. Papiergröße

Ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Druckerwahl ist die maximale Papiergröße, die ein Drucker / Multifunktionsdrucker verarbeiten kann. Standard ist das bekannte DIN A4-Format. Sehr praktisch vor allem für Grafiken, Aushänge und auch Bilder sind A3-Geräte. Grundsätzlich sind allerdings oft die Druckkosten zu Hause höher als bei einer Bestellung von bspw. Bildern über das Internet. Weiteres Kriterium neben der Papiergröße ist das akzeptierte Papier, dessen Art und dessen Gewicht. Nicht jedes Multifunktionsgerät / nicht jeder Drucker verarbeitet bspw. schweres Fotopapier. Auch dünnes, leichtes und damit günstiges Standardpapier ist für manche Drucker eine echte Herausforderung.

3. Druckgeschwindigkeit

Die Geschwindigkeitsunterschiede der integrierten Drucker sind teilweise dramatisch. Während einige Multifunktionsgeräte / Drucker für den Ausdruck von einfachen Texten nur wenige Sekunden benötigen und für Fotos etwa eine Minute, nehmen sich andere auch schon mal Zeit für eine ausgedehnte Kaffeepause. ☺

Unser Hinweis: Wenn Sie Angaben wie beispielsweise „20 Seiten pro Minute“ lesen, bezieht sich das auf den Ausdruck von 20 Kopien und nicht auf ein Dokument, das aus 20 verschiedenen Seiten besteht. Dieser Ausdruck dauert länger.

Achten Sie überdies auch auf die Größe des Papierfachs, wenn Sie viel und häufig drucken wollen ist ein größeres Papierfach von Vorteil.

4. Tinte oder Laser

Drucker, aber auch Multifunktionsgeräte gibt es sowohl mit Tintenstrahl- als auch mit Laserdrucktechnologie. Beide Technologien haben Vor- und Nachteile. Für Tintenstrahldrucker spricht ein günstiger Anschaffungspreis, eine hohe Qualität beim Fotodruck, gute Textqualität sowie die schnelle Einsatzbereitschaft nach dem Einschalten.

Wichtig ist überdies bei einem Tintenstrahlmodell, dass Sie es regelmäßig nutzen, ansonsten besteht die Gefahr, dass die Tinte am Tintenkopf eintrocknet.

Tipp:

Mindestens einmal pro Monat sollten Sie eine Seite drucken, um Austrocknen zu verhindern. Noch gut zu wissen: Originaltinte trocknet meistens nicht so schnell ein, wie günstigere Alternativen.

Für einen Drucker / ein Multifunktionsgerät mit Lasertechnologie spricht eine hohe Druckqualität und Druckgeschwindigkeit, vor allem bei Texten und Grafiken. Bei Fotodruck haben Laserdrucker oftmals das Nachsehen im Vergleich zum Tintenstrahlmodell. Positiv ist noch, dass die Ausdrucke nicht verwischen und das die Ausdrucke dokumentenecht sind.

Lasermodelle haben oft höhere Anschaffungs- und Druckkosten als Tintenstrahldrucker. Zudem benötigen die Geräte eine kurze Aufwärmphase, nach dem Einschalten, bevor sie einsatzbereit sind. Durch das nötige Aufwärmen liegt der Stromverbrauch über dem von Tintengeräten.

Unter die Gruppe Laserdrucker fallen auch LED-Drucker. Diese verwenden jedoch eine Leiste mit LEDs anstelle eines Laserstrahls zur Belichtung. Die Druckqualität ist vergleichbar, die erreichbare Auflösung aber zuweilen niedriger.

Bei Laserdruckwerken unterscheidet man auch in „Single-Pass“- und „Multi-Pass“-Technik. Erstere ist schneller, da alle Farben in einem Durchgang aufs Papier aufgetragen werden. Bei Multi-Pass-Technik, werden die Farben nacheinander aufs Papier aufgetragen. Das dauert deutlich länger.

Anhand der Probleme, die zig Kunden in den letzten Jahren mit Tintenstrahldruckern / -Tinten - Multifunktionsgeräten hatten, empfiehlt PC-Hilfe Bodensee die Lasertechnologie!

5. Scanner beim Multifunktionsgerät

Die Scan-Einheit des Multifunktionsgerätes hilft nicht nur Texte und Bilder einzulesen; Sie macht aus dem Drucker einen Kopierer. So gilt: Drucker + Scanner = Kopierer. Praktisch ist auch eine Duplexeinheit. Sie ermöglicht beidseitigen Scan in einem Durchgang oder automatisches Einlesen von Vorder- und Rückseite nacheinander. Bitte aber zum Thema Duplex genau lesen! Es gibt Duplex-Druck und (!) Duplex-Scan.

Tipp:

Auch wenn Sie nicht faxen wollen, können Multifunktionsdrucker mit Fax-Funktion eine gute Wahl sein. Denn diese Modelle haben in der Regel einen Mehrfach-Einzugsscanner oben drauf integriert. Das bedeutet, Sie können mehrere Dokumente vollautomatisch in einem Rutsch einlesen und müssen diese nicht wie bei anderen Geräten einzeln nacheinander auf die Glasfläche legen. Das spart Zeit und stresst nicht. Aufpassen sollten Sie aber, dass die Blätter lose und ohne Knicke etc sind, denn sonst haben Sie gleich einen Scan-Stau ;-).

6. Auflösung

Die Auflösung ist entscheidend fürs Drucken und auch fürs Scannen. Je höher die entsprechende Wert grundsätzlich mal sind, desto mehr Details kann das Gerät einerseits beim Scannen einlesen oder andererseits beim Drucken aufs Papier bringen.

Die hohe Auflösung hat aber auch Einfluss auf Druckgeschwindigkeit und Dateigröße. Ein Ausdruck mit hoher Auflösung benötigt deutlich länger als einer mit niedrigerer Auflösung. Beim Scannen führt eine hohe Auflösung zu großen Dateien, die schwächere Computer bei der Bearbeitung ausbremsen können.

7. Anschlüsse und Verbindungen

Standardmäßig erfolgt die Verbindung zwischen Computer und Drucker / Multifunktionsdrucker oft per – nicht immer mitgeliefertem - USB-Kabel. Möchten Sie das Gerät in ein Netzwerk einbinden, benötigt es einen Ethernet-Anschluss, wenn es per Kabel eingebunden werden soll andernfalls die Unterstützung von WLAN für die kabellose Einbindung.

Binden Sie das Gerät per WLAN ein, haben auch Smartphone und Tablet direkten Zugriff auf das Gerät. Auch Bluetooth oder NFC (Near Field Communication) - Verbindungen erlauben den direkten Funkkontakt von Mobilgeräten mit einem Drucker. Manche Geräte lassen sich überdies auch über das Internet mithilfe eines Cloud-Services ansteuern. Dann lassen sich auch Dienste wie etwa Dropbox einbinden.

Tipp:

Praktisch kann ein Kartenleseschacht sein, um Bilder von einer Digitalkamera direkt ausdrucken zu können.

8. Druckkosten

Der Preis eines Ausdrucks variiert von Drucker / Multifunktionsgerät zu Drucker / Multifunktionsgerät. Während er bei einem Modell zwischen einigen Cent pro Textseite und beim Fotodruck einer DIN A4-Seite bei einigen zehn Cent liegen kann, überschreiten manche Drucker mitunter auch die Ein- oder Zwei-Euro-Grenze!!!

Aufschluss über die zu erwartenden Druckkosten geben beispielsweise die Preise der Tintenpatronen respektive Farbkartuschen und ein Vergleich, für wie viele Ausdrucke eine Patrone/Kartusche ausreicht.

Wichtig für Tintenstrahldrucker: Für jede Farbe sollte es einen eigenen Tank geben. Verwendet das Gerät stattdessen eine Kombipatrone, wird das schnell teuer. Getrennte Farbpatronen führen in der Regel auch zu höherer Druckqualität.

Nicht selten sind bei günstigen Geräten die Druckkosten relativ hoch. Es kann auf Dauer deshalb sinnvoll sein, bei zu erwartenden niedrigen Druckkosten guten Gewissens zu einem teureren Gerät zu greifen.

Tipp:

Nachfüllpatronen machen trotzt geringerer Druckkosten nicht immer Sinn, denn oftmals zicken die Drucker / Multifunktionsgeräte rum und Sie haben den Stress und Ärger. Zudem sind PC-Hilfe Bodensee schon öfters Geräte mit ausgelaufenen Patronen untergekommen. Das ist eine ziemliche Sauerei beim Saubermachen und lohnt sich wirtschaftlich oft auch nicht.

9. Tipps

Achten Sie auf die Länge des beiliegenden USB-Kabels. Ein längeres Kabel gibt mehr Auswahl für den Standort. Sie könnten aber auch eine USB-Verlängerung kaufen.

Gibt es eine separate Treiber-Datei vom Hersteller, ist es ratsam diese zu verwenden, auch wenn moderne Betriebssysteme Druckertreiber mit im Gepäck haben. Grund: Zuweilen liefern die mit dem Betriebssystem kommenden Treiber nicht die besten Druckergebnisse oder verursachen höheren Tintenverbrauch.

Legen Sie Wert auf einen Ein/Ausschalter. Den haben nicht alle Multifunktionsgeräte. Ohne solch einen läuft der Stromzähler rund um die Uhr. Selbst niedriger Standby-Verbrauch kann sich über das Jahr zu nennenswerten Kosten addieren. Nicht ausgeschaltete Geräte reinigen zudem regelmäßig die Düsen, damit es nicht zum Verstopfen kommt. Das verbraucht Tinte und verursacht damit ebenfalls Kosten. Alternativ schalten Sie das Gerät mit einer Zeitschaltuhr aus.

Schauen Sie auf beiliegende Software, wie etwa ein Bildbearbeitungsprogramm, OSC-Software zur Texterkennung eingescannter Dokumente und anderes. Ein Mehrwert, der sich bezahlt machen kann, aber nicht muss! Hier gilt es fallweise zu unterscheiden, was notwendigerweise installiert werden sollte.

Gut zu wissen: Absolute Höchstleistung beim Fotodruck sind nur mit speziellen Fotodruckern oder beim Fotostudio möglich. Alternative ist die Bestellung von Fotos über das Internet.

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