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IT Tutorials

7 Tipps für bessere Preise beim Online-Shopping

Wie an den Tankstellen oder bei immer mehr Einkaufsmeilen in der realen Welt schwanken auch auf vielen Shopping-Portalen die Preise über den Tag und genauso, wie Tankstellen verändern diese sich jeden Tag oft mehrfach. Das nennt man im Online / Offline-Geschäft: "Dynamic Pricing ( = Dynamische Preisgestaltung) und bedeutet, dass ein Algorithmus automatisch die Preise verändert, je nachdem, wie groß die Nachfrage nach dem Produkt ist, welche Preise die Konkurrenz aufruft oder auch je nach Kunde (Wenn Sie also viele Informationen an die betreffenden Firmen rausgeben, wird es passieren, dass Sie einen ganz anderen Preis bekommen, als bspw. Ihr Studienkollege, Ihre Mutter weiter weg.

Wussten Sie?

Morgens im Büro am Computer bekommen Sie oft einen niedrigeren Preis angezeigt, als am Abend auf dem Smartphone oder Tablet? Feste Regeln gibt es allerdings keine, an die Sie sich halten können - jeder Anbieter kocht hier sein eigenes Süppchen basierend auf dem Algorithmus.

Wir geben Ihnen 7 Tipps, wie Sie im Online-Handel das beste Angebot bekommen!

1. Zeitabhängig: Buchen Sie eher unter der Woche als am Wochenende!

Also morgens besser als abends, denn wer früh dran ist, erhält häufig einen besseren Preis. Das gilt allerdings meist nur für Produkte / Leistungen, die sich noch stornieren oder zurückgeben lassen, wie bspw. Mietwagen / Hotelbuchungen oder eben fast alle Waren aus dem Online-Handel. Es lohnt sich daher oft ein zweiter Preisvergleich zu einem anderen Zeitpunkt.

2. Gehen Sie an den Computer oder Laptop, um Ihre Produkte zu kaufen!

Häufig sind die Preise auf dem Smartphone höher! Insbesondere dann, wenn Sie Smartphones einer bestimmten Edel-Marke nutzen, sollten Sie damit rechnen, als Besitzer einer eher lockeren Geldbörse eingestuft zu werden. Eine weitere Variante is dass die teuren Angebote weiter oben erscheinen, da auf mobilen Geräten mit ihren kleinen Bildschirmen weniger Angebote auf einem Blick sofort zu sehen sind. Das macht einen Preisvergleich und die Suche wiederum mühsamer.

3. Verwenden Sie fürs Online-Shoppen den Inkognito- oder Privat-Modus in Ihrem Browser!

Mit dem Inkognito- /Privatmodus des Browsers können Händler nicht nachvollziehen, welche Produkte und Angebote Sie sich zuvor schon angeschaut hatten. Am besten nutzen Sie einen frisch installierten Zweit-Browser – oder einem bereinigten. Dann sind andere oder gar keine Cookies am Werk, die zu angepassten digitalen Preisschildern führen können. Im Firefox bekommen Sie den Privaten Modus über die Tastenkombination [Strg] + [Umschalt (linke Seite die Taste mit der Pfeilspitze nach oben)]+[p] oder auch über das Hamburger-Menü rechts (die drei Striche für quer) und dann Neues Privates Fenster.

4. Rufen Sie nicht direkt die Anbieter-Webseite auf!

Wenn Sie ein Produkt suchen, suchen Sie zuerst auf einem Vergleichsportal nach dem Produkt und lassen sich von dort auf das von Ihnen gewünschte Portal weiterleiten, denn so werden Sie als preisbewusster Kunde eingeschätzt und bekommen mit hoher Wahrscheinlichkeit bessere Angebote. Zudem handeln manche Portale exklusive Sonderangebote mit den Anbietern auf diesen Portalen aus.

5. Melden Sie sich erst später im Konto an!

Sobald Sie sich bei Ihrem Konto Ihres Online-Shops angemeldet haben, sind Sie gegenüber dem Händler transparent: der Händler kennt Ihre Vorlieben schon und weiß vielleicht, dass Sie gern zu höherwertigen, teureren Produkten greifen. Daher melden Sie sich am besten erst zum Schluss im Shop an, bevor Sie an die Kasse gehen (Das gilt nur unter der Prämisse, dass Sie den Inkognito-Modus des Browsers verwenden.).

6. Nutzen Sie IP-Adressen aus anderen Gebieten!

Die von Ihrem Provider zugeteilte IP-Adresse kann man als eine Art Web-Hausnummer sehen, die Hinweise über Ihren momentanen Standort enthält. Wer also aus einer eher wohlhabenden Gegend / einem wohlhabenden Land kommt, darf möglicherweise einen höheren Preis zahlen. Meist zahlen Nutzer aus Deutschland auch mehr als Besucher aus weniger wohlhabenden Ländern. Setzen Sie auf einen sogenannten VPN-Dienst, um diese Art von Dynamic-Pricing zu umgehen. Per VPN können Sie vortäuschen, dass Sie aus einem anderen Land sind. Alternativ können Sie Ihre IP-Adresse auch verschleiern oder den TOR-Browser benutzen.

7. Peak Load Pricing: Gehen Sie nicht mit dem Trend!

Hohe Nachfrage = Steigende Preise. Die Computeralgorithmens erkennen, wenn der Wettbewerb nicht mehr liefern kann und heben dann deutlich die Preise an. Beispiel für dieses Verfahren zeigten sich während der gerade erst beendete Fußball-Weltmeisterschaft: Trikots und viele weitere Fan-Artikel konnten mit Dynamic-Pricing reagieren, um höhere Preise durchzusetzen.

Kernbotschaften

Kaufen Sie erstens antizyklisch und nicht dann, wenn alle anderen es auch tun und die Waren knapp werden. Zweitens geben Sie nicht zu erkennen, dass Sie in der Lage und im Zweifelsfall auch Willens sind, mehr Geld auszugeben.

Bildlich gesprochen: Wenn Sie sich kurz vor Zapfenstreich auf dem Basar in einer schwarzen Edel-Limousine mit Starnberger Kennzeichen vom Chauffeur vorfahren lassen, und im Armani-Anzug mit Goldkettchen an Ihren Lieblingsstand marschieren und dort - ein Bündel 1.000er in der Hand - laufend auf Ihr xPhone Ultra schauen, werden Sie nicht die besten Preise verhandeln können, egal wie sehr Sie sich das vorgenommen haben!

Stattdessen laufen Sie am besten in internationalen undefinierbaren Allerweltsklamotten herum, wie sie jeder haben könnte, verstecken Ihr Gold im Gürtel und setzen ein elektronisches Pokerface auf. Ein Verkäufer, der Sie nicht einschätzen kann, wird eher wettbewerbsfähige Preise nennen.

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